Wie alles anfing

 

 

„ Bei all der Überflutung von Bildern durch die Medienwelt meine eigene Bildwelt zu entdecken, anstatt mich von  einer entfremdeten visuellen Überschwemmung von mir selbst abzuschneiden, das ist für mich wesentlich.“  

(Christine Lippert-Lutz)
 

Ich bin von den äußeren Bildern zu den inneren Bildern gekommen.

 

Eigentlich war das ein langer Weg.
 

Als ich Kind war, sah ich Bilder in Museen und an Wänden hängen. Meine Augen schauten nach außen. Aber dennoch – einiges ist innen hängengeblieben in meiner Psyche, dieser bunten, sehr subjektiven Weltküche. Mittelalterliche Darstellungen  von Jüngsten Gerichten, barocke Stilleben, alles Getier, Gepflanze, Gewächs, hat sich tief abgelagert, wurde aber nie vergessen. 
 

Gemalt habe ich in der ersten Hälfte meines Lebens nie. Erst durch ein Psychologiestudium mit dem Schwerpunkt Gestalttherapie tauchten die inneren Bilder – meine eigenen und die der anderen – wieder auf.  Sie zeigten sich in der Gestalt von Träumen, Phantasien, Obsessionen und Impulsen.

 

Jetzt wollte ich endlich selber malen.
 

Inneres sollte sich zeigen dürfen im Außen, auf Papier, Leinwand, Holz, Pappe. Der malerische Funke war geboren. Seit 15 Jahren ist ein ordentliches Feuer daraus geworden. Es verlischt nicht. Es „befeuert“ mich weiter. Ich liebe mein eigenes „Paintstorming“ und freue mich bei jedem Bild aufs neue, wie es sich durch mich hindurch seinen ganz eigenen Weg bahnt.
 

So verlief der Weg von der Außen-Ansicht zum inneren Bild. Von der Outer Art zur  Inner Art.